Das "Aus" für die Bussi Bussi Gesellschaft


ENDLICH!!! Endlich hört diese grausliche Abknutscherei auf! Diese vor Jahrzehnten begonnene Pseudo-Freundschafts-Bekundung, die sich von der Schikimicki-Gesellschaft schnell auf die Adabeis und schließlich flächendeckend auf nahezu unsere gesamte Begrüßungskultur ausgebreitet hat.

Das schreckliche "Bussi Bussi".


Der angedeutete Schmatz auf die Wange. Bei machen nur einmal, bei anderen rechts und links und bei manchen, die gar nicht genug davon bekommen können, sogar rechts links rechts, oder umgekehrt. Vielleicht bin ich körperfeindlich, vielleicht schrullig, aber mir ist das ganz einfach zu viel Nähe. Aber man will ja nicht unhöflich sein, und somit beugte ich mich der Gesellschaft und und machte brav mit bei der ekeligen Herumbusselei. Und jetzt endlich!


Es gibt eine Ausrede! Abstand halten ist die neue Devise. Da bekommt das gute alte „Namaste“ mit seiner freundlich distanzierten Verbeugung eine ganz neue Bedeutung. Ich bin schon gespannt wie das neue österreichische kussfreie „Griaß di“ wohl aussehen wird. Vielleicht holen wir die gute alte Verbeugung oder den Hofknicks wieder aus dem Keller. Vielleicht tippen wir uns wieder symbolisch auf die imaginäre Kopfbedeckung. Die Geschichte ist voll von berühungsfreien Grußgesten. Uns fällt bestimmt etwas neues ein. Dann kann man nur noch sagen: Adieu BussiBussi!


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Hunde-Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay